Nintendo gibt einen Ausblick auf die nächste Konsolen- und Handheld-Generation. Man möchte einen mutigen Schritt in der Videospielbranche wagen und beide Systeme miteinander interagieren lassen.

Nintendo ist für Innovationen bekannt. Sei es der 1995 nur in den innovationsfreundlichen Märkten USA und Japan erschienene Virtual Boy gewesen, mit dem sich Spiele mit einem 3D-Effekt spielen ließen, oder der Wii-Vitality-Sensor, den Nintendo nach der Präsentation auf der E3 unauffindbar verloren hat. Nintendo-Präsident Satoru Iwata gewährt uns nun einen Einblick in die nächste Innovation von Nintendo, welche die direkten Nachfolger der Wii U und des 3DS bzw. 3DS XL bzw. 2DS betrifft.

Nachdem die Handheld- und Heimkonsolen-Abteilung der Forschung und Entwicklung im letzten Jahr aufgrund von Sparmaßnahmen zusammengelegt werden musste, kamen einige Entwickler erstmals in den Kontakt mit beiden Konsolen.
„Wir bekommen eigentlich nie die Produkte der anderen Abteilung zu Gesicht“, berichtet Y. Hayato exklusiv der VG257-Redaktion. „Als unsere Abteilung dann mit der Heimkonsolen-Abteilung zusammengelegt wurde, konnten wir erstmals einen Blick auf die Wii U werfen. Das hat uns auf neue Ideen gebracht, von denen beide Plattformen profitieren werden. Zukünftig wollen wir auch intern stärker zusammenarbeiten.“

Nur dank der Zusammenlegung beider Abteilungen möglich: Wii-U-Miiverse-Port auf dem 3DS

Nur dank der Zusammenlegung beider Abteilungen möglich: Ein Port des Miiverse auf dem 3DS

Ein erstes Resultat der Zusammenarbeit von den ehemals getrennten Abteilungen stellen die Funktionen Miiverse und Nintendo Network ID dar, welche von der Wii U auf den 3DS portiert wurden. Da das ehemalige Handheld-Team kaum Erfahrungen mit der Wii U und das Heimkonsolen-Team kaum Erfahrungen mit dem 3DS sammeln konnte, ist die Funktionalität des Miiverse auf dem 3DS vorerst noch eingeschränkt. Auch die Wii U ging nicht leer aus. Zukünftig sind nämlich DS-Spiele, die Vorgängerkonsole des 3DS, für die Heimkonsole mit dem Tablet geplant.

Für die nächste Konsolen- und Handheld-Generation verspricht Nintendo-Präsident Satoru Iwata, dass beide Systeme erstmals miteinander interagieren werden. Damit wären Nintendo die ersten, welche zwei eigene Produkte miteinander kommunizieren lassen. Da man allerdings das erste Mal seit 120 Jahren eine gemeinsame Abteilung für beide Plattformen besitzt, traut Iwata diesen einen solch großen Schritt noch nicht zu, weswegen man bei den nächsten beiden Plattformen auf Android oder iOS setzen wird. Letzteres soll dank einer möglichen Fusionierung mit Apple möglich gemacht werden.